Nachlese zur Veranstaltung: Die Neurogesellschaft: eine Herausforderung für Recht und Moral

Wann: 6. März 2013 um 19:00
Wo: Hörsaal 02.21

Stephan Schleim ist Professor für Neurophilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit den sozialen und ethischen Folgen der Hirnforschung sowie der Kommunikation ihrer Ergebnisse in die Öffentlichkeit. In seinem Vortrag wird er auf die größten neurowissenschaftlichen Herausforderungen für Recht und Moral eingehen und zeigen, wie diese mit unserem Gesellschaftssystem vereinbar sind.

 

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Veranstaltungsinhalt:

Abstract:

Jüngst wurde von der Europäischen Union das „Human Brain Project“ bewilligt. Über zehn Jahre werden mehr als eine Milliarde Euro in Forschung investiert, um ein vollständiges Gehirn im Computer zu simulieren. Daraus sollen Erkenntnisse über Gehirnerkrankungen und neue Technologien entstehen. Das Human Brain Project ist auch mit einem Teilbereich in Graz vertreten.
Noch bevor das menschliche Gehirn vollständig verstanden ist, haben manche Hirnforscher weitreichende Schlüsse für Recht und Moral gezogen. Der rationalen Tradition der Aufklärung zum Trotz würden unsere Entscheidungen oft unbewusst und emotional gefällt; der Mensch sei nicht frei, da seine Neuronen durch Naturgesetze festgelegt würden. Daher müsse ein neues Strafrecht entwickelt werden. Psychische Erkrankungen und sogar gefährliche Menschen könnten im Gehirn erkannt und behandelt werden.

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