Austrian Stroke Prevention Study

ProjektmitarbeiterInnen

Risk factors for the progression of brain atrophy in normal ageing: 6 year follow-up of the Austrian Stroke Prevention Study (ASPS)

Es existieren kaum quantitative Daten zur Abnahme des Hirnvolumens im Zeitverlauf (zerebrale Atrophie) bei ansonsten normalen älteren Personen. Ob und inwieweit zerebrovaskuläre Risikofaktoren, genetische Faktoren wie das APOEe4 Allel oder das Ausmaß zerebraler Marklagerveränderungen die Progression der Hirnatrophie in einer Normalbevölkerung beeinflussen, ist weitgehend unerforscht.
Daher wurde an 201 TeilnehmerInnen (F/M=96/105; 59.8±5.9 Jahre) an der „Austrian Stroke Prevention Study“ sowohl das Hirnvolumen zu Studienbeginn als auch dessen Abnahme über den Studienzeitraum von 6 Jahren mittels moderner automatisierter bildanalytischer Verfahren untersucht.
In der untersuchten Gruppe von Normalpersonen zeigte sich ein jährlicher Hirnsubstanzverlust von -0.40±0.29%.

Eine signifikant höhere Rate zerebraler Atrophie fand sich bei höherem Alter, subklinischer Störung des Blutzuckerhaushalts, höherem Körpergewicht, stärkerem Alkoholkonsum, ausgeprägteren MRT-Veränderungen des Marklagers und in Anwesenheit des APOEe4-Allels. In einer multivariaten Regressionsanalyse konnte etwa ein Drittel der Variabilität in der Rate zerebraler Atrophie durch das Ausgangshirnvolumen, den HbA1c Wert als Indikator für die Güte der Blutzuckerregulation und den Grad der zerebralen MRT-Marklagerveränderungen erklärt werden (korrigiertes R²=0.274; p=0.0001).
Zunehmende zerebrale Atrophie kann mittels entsprechender Methodik auch bei neurologisch asymptomatischen Personen nachgewiesen werden, wobei mit zunehmendem Alter eine Beschleunigung dieses Prozesses aufzutreten scheint. Höhere HbA1c Werte wurden als Risikofaktor für stärkere Atrophie ausgewiesen. Die Häufung dieses Indikators für die beeinträchtigte Blutzuckerregulation sowie weiterer Komponenten des Metabolischen Syndroms bei Personen mit beschleunigter Atrophie deuten auf eine Verbindung zwischen diesem Syndrom und Hirnsubstanzverlust in höherem Alter.

Diese Studie wurde in der Zeitschrift „Neurology“, dem Fachorgan der American Academy of Neurology, publiziert.

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